ES HAT KLICK
GEMACHT

 

Unser Kunde hatte für eine spezifische Anwendung eine neue, mehrteilige Zahnradpumpe (Gehäuse, Zahnräder, Deckel) aus Kunststoff entwickelt und fragte nach dem geeigneten Werkstoff inklusive einer Teileverbindung, die sich (zur Begutachtung) nach Versuchsläufen mehrfach und zerstörungsfrei lösen lässt. Alle Bauteile sollten spangebend hergestellt werden, um flexibel auf Konstruktionsänderungen reagieren zu können.

Die Centroplast Lösung

Wegen der sehr hohen thermischen und mechanischen Dauerbeanspruchung ist unsere Materialempfehlung der Hochleistungskunststoff PEEK. Bezüglich der zerstörungsfreien Trennung von Gehäuse und Deckel kommt Verschrauben aus verschiedenen Gründen nicht infrage. Die Idee des Kunden war es, die Teile zu verkleben oder zu verschweißen. Unser Team hielt beide Möglichkeiten für nicht realisierbar, weil sie beim Öffnen zu Defekten oder Zerstörung führen würden. Reibschweißen ist wegen der Bauteilgeometrie und Laserschweißen wegen des Mangels an Lichtdurchlässigkeit nicht realisierbar. Beim Ultraschweißverfahren verschmelzen die innenlaufenden Zahnräder mit dem Gehäusematerial.

Der Kunde war schon bereit, die Beschädigung oder Zerstörung der Bauteile in Kauf zu nehmen, als das Centroplast-Team ihm vorschlug, die Bauteile Deckel und Gehäuse zusammenzuclipsen. Die Idee wurde jedoch als „untechnisch“ und nicht durchführbar abgewiesen, bis wir sie im Detail erläutern konnten: Wir bringen in die Oberfläche des Deckels eine definierte Formtasche ein, die in der unmittelbar darunterliegenden Wanddicke des Gehäuses liegt. Im Bereich des Gehäuses ist die Formtasche durch eine waagerechte Öffnung in der Gehäuseaußenwand erreichbar. In die Formtasche stecken wir einen eigens dafür gefrästen Clip, den wir mit einem ebenfalls dafür hergestellten Spreizstopfen – eingeführt durch die Öffnung der Gehäuseaußenwandöffnung – arretieren können.

Vorteile:

  • Kostengünstig
  • Einfach herstellbar
  • Hohe Funktionssicherheit

Unser Fazit:

Hier entsteht eine zuverlässige Verbindung, die alle Funktionsbedingungen des Bauteils aushält. Zum Öffnen der Bauteile werden lediglich die kleinen Clips und Spreizstopfen zerstört. Danach können alle Komponenten wieder mit neuen, vergleichsweise kostengünstigen Clips verschlossen und für weitere Versuche verbaut werden. Das Ergebnis war so erfolgreich, dass unser Kunde bei einem Folgeprojekt sofort mit dieser Lösung konstruieren und sogar einen noch komplizierteren Komponentenaufbau realisieren konnte.