STERILISIERBARER
KUNSTSTOFF

 

In der Medizintechnik wurde bisher eine Instrumentenaufnahme für Sterilisationsboxen und -körbe üblicherweise aus technischem Kunststoff gefertigt. Der Kunststoff bot sich aufgrund seiner vielen Vorteile gegenüber anderen Materialien wie Metall an und konnte in seiner Form exakt der Geometrie der Medizininstrumente angepasst werden. Allerdings wurde der Kunststoff durch die extremen Bedingungen bei der Dampfsterilisation im Autoklaven (136 °C) schon nach wenigen Einsatzzyklen spröde und brüchig. Ein dauerhafter Einsatz war somit ausgeschlossen.

Die Centroplast Lösung

Um die Vorteile von Kunststoffen weiter nutzen zu können, wurde nach einer modifizierten Kunststofflösung gesucht. Als Ausgangskunststoff bietet sich Polypropylen (PP) an, weil es sich durch eine gute Säure- und Chemikalienbeständigkeit wie auch durch geringe Wasseraufnahme und gute Bearbeitbarkeit auszeichnet.

Allerdings hat Polypropylen (PP) für die Autoklavierung eine deutlich zu niedrige Dauergebrauchstemperatur. Wir haben deshalb zusammen mit einem Compound-Hersteller eine temperaturbeständigere PP-Variante für diese spezielle Anwendung entwickelt. Centroplast PP-HT ist für einen Einsatz bis 140 °C verwendbar, formstabil und weist nach dem Autoklavieren keine Spannungsrisse auf.

Vorteile:

  • Einfache Bearbeitung
  • Varianten schnell umsetzbar
  • Sichere Funktion

Unser Fazit:

Nachdem Centroplast PP-HT erfolgreich vom französischen C.R.I.T.T-Institut auf Sterilisation und Dekontamination sowie nach USP-Klasse VI getestet wurde, sind schon zahlreiche Halbzeugabmessungen bei Centroplast extrudiert und kalandriert worden. Die aus PP-HT gefertigten Instrumentenauflagen sind bis zu 1.000 Zyklen sterilisierbar – ein Vielfaches des vorherigen Werkstoffes. Inzwischen werden auch in anderen Branchen viele PEEK-Anwendungen, bei denen die Gebrauchstemperatur nicht über 140 °C liegt, durch unser PP-HT ersetzt.